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Reich ist nicht der, der viel hat,
sondern der, der viel gibt.
(unbekannt)

Arm ist nicht der, der wenig hat,
sondern der, der nie genug bekommen kann.
(unbekannt)

Die sind die Reichsten, deren Vergnügen am wenigsten kostet.
(H. D. Thoreau)



Wenn Du Geld verleihst, dann gib es demjenigen,
der es Dir bestimmt nicht zurück geben kann.
Denn der braucht es doch an erster Stelle.
Soll heißen: wie kommst Du denn darauf,
mit der Not Deines Bruders Gewinn erzielen zu wollen?
(Eugen Drewermann über Jesus)

Überfluß hat erst dann Wert,
wenn wir ihn zum Wohle anderer benutzen.
(Hilty)

Geld und Macht sind Erfindungen des Mißtrauens.
(Hermann Hesse)

Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.
(Matthäus 6, 24)



Viele Menschen verachten den Reichtum,
aber wenige sind stark genug, darauf zu verzichten.
(La Rochefoucauld)

Die Größe eines Berufes besteht vielleicht vor allem anderen darin, daß er Menschen zusammenbringt. Es gibt nur eine wahrhafte Freude: den Umgang mit den Menschen...
Wenn wir nur für Geld und Gewinn arbeiten, bauen wir uns ein Gefängnis und schließen uns wie Klausner ein. Geld ist nur Schlacke und kann nichts schaffen, was das Leben lebenswert macht.
(Antoine de Saint-Exupéry)

I will tell you about the very rich.
They are different from you and me.
(F. Scott Fitzgerald)

I sit on a man´s back, hurting him and forcing him to carry me,
and I tell myself and others that I feel sad for him,
and want to help him in any way that I can.
...in any way that is, but to get off his back.
(Leo Tolstoy)

The king is no more than a man...
as I am.
The flower smells to him
as it does to me.
(William Shakespeare)



There is no real use for wealth,
but to give it to others.
(Francis Bacon)

A little more.
(John D. Rockefeller,
when asked how much money a person needs to be happy)


Die modernste Form menschlicher Armut ist das Keine-Zeit-Haben.
(Ernst Ferstl)



Man kann einen Menschen aus allen undenkbaren Gründen heraus anzeigen, um Gerechtigkeit zu fordern.
"Gerecht" ist das Gericht jedoch noch lange nicht.
Auch nicht die Menschen. Wie sonst ist es zu erklären, daß es noch kein einziges Urteil gab, das auf "Unmenschlichkeit" lautete?
(Hintergrund: Zeitungsbericht, nach dem ein Vorstand der DB AG verkündete, man solle die Essensausgabe der Bahnhofsmissionen untersagen, da diese Bettler und alte Menschen anlockt, und das dem Umsatz des Unternehmens abträglich sein könnte...)
So gesehen wurde noch nie ein Problem gelöst, indem man es aus dem eigenen Blickfeld geschoben hat. Und wo genau da ein Problem zu suchen ist, ist zumindest mir nicht klar. D.h. doch: Menschen, die solche Äußerungen machen. Sie sollte man zu mehrtägiger Sozialarbeit wegen Unmenschlichkeit verurteilen.
(Andreas Born)





cover
Buchempfehlung:

Titel:Ansichten eines Clowns: Roman
Autor:Heinrich Boell
Preis: EUR 8,90
Gebraucht: EUR 1,79
Es war ein wunderschöner, warmer Sommertag. Ein Fischer lag gemütlich am Strand und genoß das Leben. Da kam ein Fremder vorbei und fragte ihn: "Fischer, warum bist du nicht bei der Arbeit auf dem Meer, sondern liegst hier faul in der Sonne?"
Da antwortete der Fischer: "Fremder, warum sollte ich jetzt auf´s Meer hinaus fahren?"
"Na, dann würdest du viel mehr Geld verdienen, wenn du anstatt nur morgens auch noch nachmittags arbeiten würdest."
"Aber was sollte ich denn mit noch mehr Geld anfangen?" fragte der Fischer.
"Zum Beispiel könntest du dir sehr schnell ein noch viel größeres Boot kaufen."
"Aber wofür das denn?"
"Du würdest sehen, innerhalb kürzester Zeit könntest du mit deinem größeren Boot deinen Umsatz um einiges steigern!"
"Ja, und dann?"
"Dann hättest du bald genug Geld, dir noch ein zweites und vielleicht später ein drittes oder noch viel mehr Boote zu kaufen und Leute einzustellen, die für dich arbeiten."
"Klingt gut, aber was wäre dann?"
"Du würdest so viel Geld verdienen, daß du dir ein großes Haus kaufen kannst oder andere tolle Sachen."
"Na schön, und weiter?"
"Dann hast du soviel erreicht, besitzt ein tolles Haus, jede Menge Boote und Leute, die für dich arbeiten. Da kannst du es dir erlauben, einfach mal in die Sonne zu liegen und das Leben zu genießen!"
"Aber genau das tue ich ja jetzt schon!!!"
(Heinrich Böll)



Geld ist eine Illusion, die nur deshalb funktioniert, weil alle daran glauben.
(unbekannt)

Bei Geld fängt die Freundschaft an.
(Alexander Hölle)





Die folgenden Geschichten sind aus Anthony de Mellos Bücher
"Eine Minute Unsinn", "Eine Minute Weisheit", "Warum der Schäfer jedes Wetter liebt", "Wer bringt das Pferd zum Fliegen?" und "Zeiten des Glücks"


Warum kommst du zum Meister?

Ein Freund sagte zu einem Universitätsstudenten:
"Warum kommst du zum Meister? Wird er dir helfen, deinen Lebensunterhalt zu verdienen?"
"Nein, aber dank seiner Hilfe, werde ich wissen, was mit dem Lebensunterhalt anzufangen ist, wenn ich einen verdiene", antwortete er.


Laß mir noch fünf Yen

Es war einmal ein alter Zen-Meister mit Namen Nonoko, der allein in einer Hütte am Fuß eines Berges wohnte. Eines Nachts, als Nonoko meditierte, brach ein Fremder in der Hütte ein und verlangte mit gezogenem Schwert Nonokos Geld. Nonoko unterbrach seine Meditation nicht, sagte aber zu dem Mann: „All mein Geld ist in einer Schale dort auf dem Regal. Nimm, soviel du willst, aber laß mir noch fünf Yen. Ich muß nächste Woche meine Steuern bezahlen.“
Der Fremde leerte alles Geld aus der Schale und warf fünf Yen zurück. Er ließ auch eine kostbare Vase mitgehen, die er in dem Regal fand.
„Geh vorsichtig mit ihr um“, sagte Nonoko, „sie geht leicht kaputt.“
Der Fremde sah sich noch einmal in dem kleinen kahlen Raum um und wollte hinausgehen.
„Du hast dich noch nicht bedankt“, sagte Nonoko.
Der Mann sagte danke und ging.
Am nächsten Morgen war das ganze Dorf in heller Aufregung. Viele Leute sagten, sie seien bestohlen worden. Jemand bemerkte, daß in Nonokos Regal die Vase fehlte, und fragte, ob auch er bestohlen worden sei. „O nein“, sagte Nonoko, „ich gab die Vase einem Fremden und noch etwas Geld. Er bedankte sich und ging. Es war ein ganz netter Bursche, wenn er auch ein bißchen leichtsinnig mit seinem Schwert hantierte!“





Zwei Dollar verloren

Ein Mann und seine Frau besuchten Freunde in einem anderen Teil des Landes und wurden zu einem Pferderennen mitgenommen. Sie waren fasziniert von dem Anblick der auf einer Bahn um die Wette rasenden Pferde, so daß sie den ganzen Abend wetteten, bis sie nur noch zwei Dollar besaßen.
Am nächsten Tag beschwor der Mann seine Frau, ihn allein zum Rennen gehen zu lassen. Ein Pferd war am Start mit einer Quote von 50:1 im ersten Rennen. Er setzte auf dieses Pferd, und es gewann. Nun setzte er alles gewonnene Geld in einem kühnen Versuch im nächsten Rennen wieder ein, und wieder gewann er. Und so ging es weiter den ganzen Abend, und zuletzt hatte er 57 000 Dollar gewonnen.
Auf dem Heimweg kam er an einem Spielsalon vorbei. Eine innere Stimme, die gleiche, die ihn bei der Wahl der Pferde geleitet zu haben schien, sagte: "Stop! Geh hinein!" Also blieb er stehen, ging hinein und stand vor einem Roulette-Spiel. Die Stimme sagte: "Nummer dreizehn." Der Mann setzte seine 57 000 Dollar auf Nummer dreizehn. Das Rad drehte sich, der Croupier sagte: "Nummer vierzehn."
So ging der Mann mit leeren Taschen nach Hause. Seine Frau rief ihm zu: "Wie war´s?"
Der Mann zuckte die Schultern. "Ich habe die zwei Dollar verloren", sagte er.

Bedenkt man es recht, verliert man nie mehr als den Einsatz, gleichgültig, wie hoch er war.



Ehemann: "Weißt du, Liebling, ich werde hart arbeiten, und eines Tages werden wir reich werden."
Ehefrau: "Wir sind schon reich, Liebster, denn wir haben einander. Eines Tages werden wir vielleicht Geld haben."





Ich kenne eine Geschichte von einem Mann, der zu einem Mönch ging, als dieser in seinem Dorf Halt machte. "Gib mir den Stein, den Edelstein!" Der Mönch gab zurück: "Von was für einem Stein sprichst du überhaupt?"
"Heute nacht erschien mir Gott und sagte: ´Morgen um die Mittagszeit wird ein Mönch durchs Dorf kommen, und wenn er dir den Stein gibt, den er bei sich trägt, wirst du der reichste Mann des ganzen Landes.´ Also gib mir den Stein!"
Der Mönch kramte in seiner Tasche und zog daraus einen Diamanten hervor. Es war der größte Diamant der Welt, so groß wie der Kopf eines Menschen! Dann sagte er: "Ist das der Stein, den du meinst? Ich habe ihn im Wald gefunden. Hier hast du ihn!"
Der Mann nahm den Stein und lief nach Hause. Doch als die Nacht kam und er sich schlafen legte, brachte er kein Auge zu. Am nächsten Morgen, zu früher Stunde, ging er an den Ort zurück, an dem der Mönch friedlich unter einem Baum schlief. Er weckte ihn und sagte: "Da hast du deinen Stein wieder. Gib mir lieber den Reichtum, der es dir so leicht macht, den Reichtum wegzuwerfen."
Genau das müssen wir entdecken, wenn wir Freude und Glück finden wollen.





Distanz

Es befremdete die Schüler, dass der Meister, der ein so einfaches Leben führte, seine reichen Anhänger nie verurteilte.
"Es ist selten, aber nicht unmöglich, dass jemand reich und heilig ist", sagte er eines Tages.
"Wie?"
"Wenn Geld die gleiche Wirkung auf sein Herz hat, wie der Schatten des Bambus auf den Hof."
Die Schüler drehten sich um und sahen, wie der Bambusschatten über den Hof glitt, ohne ein einziges Staubkorn aufzuwirbeln.


Haben und nicht Haben

Junaid erhielt von einem seiner Anhänger einen Beutel voller Goldmünzen.
„Hast du noch mehr Münzen?“ fragte Junaid.
„Ja, noch viele.“
„Liegt dir viel an ihnen?“
„Ja.“
„Dann musst du diese hier behalten, denn du brauchst sie mehr als ich. Da ich nichts habe und nichts wünsche, bin ich viel reicher als du.“

Niemand kann einem etwas nehmen,
an das man nie sein Herz hing.

Das Herz des Erleuchteten ist wie ein Spiegel:
er hält nichts fest, weist nichts zurück,
er empfängt, aber behält nichts für sich.



Vom verlorenen Spielzeug

„Was brachte euch die Erleuchtung?“
„Freude.“
„Und was ist Freude?“
„Die Erkenntnis, dass alles zu verlieren nichts weiter bedeutet, als ein Spielzeug verloren zu haben.“

Leeres Loch sehr wertvoll

Ein Geizhals versteckte sein Gold unter einem Baum in seinem Garten. Jede Woche grub er es aus und betrachtete es stundenlang. Eines Tages fand ein Dieb das Gold und verschwand damit. Als der Geizhals seinen Schatz betrachten wollte, fand er nur ein leeres Loch.
Der Mann begann vor Kummer laut zu heulen, so dass seine Nachbarn zusammenliefen und sehen wollten, was los war. Als sie erfuhren, was passiert war, fragte einer von ihnen: „Hast du das Gold zu irgendetwas begraucht?“
„Nein“, sagte der Geizhals, „ich habe es nur jede Woche angesehen.“
„In diesem Fall“, sagte der Nachbar, „wenn du das Gold nicht direkt gebraucht hast, dann kannst du genauso gut jede Woche herkommen und das Loch betrachten.“



Auf Treu und Glauben

Ein Freund bat Nasrudin um eine Summe Geldes. Nasrudin war überzeugt, das Geld würde nicht zurückgegeben werden. Aber da er seinen Freund nicht beleidigen wollte und die erbetene Summe nicht groß war, gab er ihm das Geld. Zu seinem großen Erstaunen erhielt er das Geld genau nach einer Woche zurück.
Einen Monat später bat der Freund noch einmal um eine ein wenig höhere Summe. Nasrudin weigerte sich. Als der Mann nach dem Grund fragte, sagte er: "Letztes Mal habe ich nicht erwartet, daß du mir das Geld zurückgeben wirst - und du hast mich enttäuscht. Dieses Mal erwarte ich, daß du das Geld zurückgibst - und ich möchte nicht wieder enttäuscht werden."


Teelöffelmethode

Menschliche Probleme widerstehen hartnäckig ideologischen Lösungen, stellte der Fachmann für effektivere Arbeitsvorgänge aus eigener Erfahrung fest, als er dem Meister vorführte, wie man heute einen Graben nach modernen Methoden aushebt. „Diese Maschine“, sagte er, „hat Scharen von Männern die Arbeit weggenommen. Man sollte sie eigentlich zerstören und dafür hundert Männer mit Hacke und Schaufel in diesen Graben stellen.“
„Richtig“, sagte der Meister, „oder noch besser tausend Männer mit Teelöffeln.“



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